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Die Trunksucht der Musiker wurde von alters her gebrandmarkt und war, wie berichtet wird oft gepaart mit dem Laster der Völlerei. Daher rührt auch die Bezeichnung „lecker“ in der Bedeutung von „Tellerlecker“ als Synonym für den Spielmann.

Hört lust’ge Mär! Es war einmal zu Sens ein Spielmann arm und kahl, doch weiß ich nicht, wie er genannt. Er trug nicht oft ein ganz Gewand: ihm klang zu hold der Würfel Laut, die schälten ihn bis auf die Haut. Oft ward ihm Geig’ und Fidelbogen und Hos’ und Rock vom Leib gezogen und so durch Wind und Wetterbraus kam er im bloßen Hemd nach Haus. An sein Gewerbe ging er nun zerlumpt, mit durchgetretnen Schuhn, doch wieder trug er den Gewinn zum Schenkwirt und zum Kuppler hin, und alles ward in Nachtspelunken verspielt, verliebet und vertrunken.